Gestalten von Druckerzeugnissen

Die wichtigsten Punkte beim Gestalten von Druckerzeugnissen 

Es gibt viele unterschiedliche Druckerzeugnisse und dabei einige Variablen, die im Zusammenhang mit der Gestaltung eine Rolle spielen. Je nach Art des Druckerzeugnisses sind der Kreativität Grenzen gesetzt, denn eine Veröffentlichung in beispielsweise einer Zeitung oder einer Zeitschrift unterliegt den dort geltenden Gestaltungsrichtlinien.

Andres hingegen sieht es aus, wenn es sich um die Gestaltung eines Buches, einer Präsentation oder eines Filmposters handelt.  

Hier ist es durchaus möglich, mit unterschiedlichen Farben und Schriften zu experimentieren oder Grafiken und andere Highlights zu integrieren, um auf das Druckerzeugnis aufmerksam zu machen und ihm eine besondere Note zu geben. Als wichtigster Grundsatz bei der Gestaltung von Druckerzeugnissen gilt aber zunächst, dass das Werk nicht zu überladen sein sollte. Das bedeutet, trotz aller Kreativität und guten Ideen muss der Betrachter oder Leser die eigentlichen Informationen erkennen und finden können. Insofern findet der Grundsatz, dass weniger manchmal mehr sein kann, auch bei der Gestaltung von Druckerzeugnissen durchaus Anwendung.  

Welche weiteren Variablen eine Rolle spielen, erklärt die folgende Übersicht mit den wichtigsten Punkten beim Gestalten von Druckerzeugnissen: 

 

Im Wesentlichen gibt es vier Punkte, die beim Gestalten von Druckerzeugnissen eine große Rolle spielen, nämlich die Typografie, die Leseumstände, die Zielgruppe und die Absichten. 

 

Die Typografie bei der Gestaltung von Druckerzeugnissen

Der Inhalt und das Druckerzeugnis selbst entscheiden darüber, weshalb und in welcher Form das Druckerzeugnis gelesen wird. Hieraus leitet sich dann wiederum die Wahl der Typografie, also die Auswahl der Schriftart, die Schriftgröße und die Anordnung des Textes ab.

Die Typografie spielt deshalb eine wichtige Rolle, weil Texte aus unterschiedlichen Gründen und auf verschiedene Arten gelesen werden. Unterschieden wird dabei vor allem zwischen folgenden Lesearten:

 

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Beim linearen Lesen geht es darum, Informationen gleichmäßig aufzunehmen. Typischer Einsatzbereich des linearen Lesens sind Romane, die Satz für Satz gelesen werden. Um den Lesefluss nicht zu stören, wird üblicherweise ein ruhiges, gleichmäßiges Layout ohne störende Hervorhebungen und unnötige Spielereien gewählt.

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Beim informierenden Lesen steht die Vermittlung von Informationen im Vordergrund, beispielsweise in Präsentationen, Berichten oder auch Zeitungsartikeln. Meist werden solche Texte jedoch nicht Zeile für Zeile gelesen, sondern auf der Suche nach relevanten Informationen überflogen. Typischerweise werden solche Texte daher in mehrere Abschnitte gegliedert und es wird mit optischen Hervorhebungen gearbeitet.

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Mit dem konsultierenden Lesen wird die Absicht verfolgt, Antworten auf bestimmte Fragen zu finden. Beispiele, bei dem das konsultierende Lesen eine Rolle spielt, sind Nachschlagewerke und Lexika. Der Leser möchte nicht unterhalten werden oder lange Texte lesen, sondern die für ihn relevanten Informationen schnell und in kompakter Form auffinden.

Für die Typografie heißt das, dass meist eine eher kleine Schriftgröße gewählt und die Übersichtlichkeit durch optische Hervorhebungen und klare Gliederungen gewährleistet wird.

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Das differenzierte Lesen spielt insbesondere bei Lehrbüchern und wissenschaftlichen Publikationen eine Rolle. Gestaltet werden solche Druckerzeugnisse mithilfe von klar gegliederten und deutlich strukturierten Texten.

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Beim inszenierenden Lesen spielt die Lesbarkeit eine eher untergeordnete Rolle. Die Inhalte sollen durch eine kreative Gestaltung unterstrichen und in den Fokus gerückt werden, Beispiele sind Werbeanzeigen oder Filmplakate.     
 

 

Die Umstände, unter denen das Druckerzeugnis gelesen wird

Es macht einen großen Unterschied, ob jemand beispielsweise ein Zeitschrift gemütlich auf der Couch, auf dem Weg zur Arbeit in der Straßenbahn, bei einer Tasse Kaffee im Café in der Fußgängerzone oder im Rahmen einer Recherche für ein Referat liest. Genauso muss ein Buch anders gestaltet sein als ein Werbeplakat, das nur im Vorbeifahren gelesen wird, aber dennoch eine Botschaft transportieren soll.

Für die Gestaltung eines Druckerzeugnisses spielen die Leseumstände eine wichtige Rolle, allerdings sind diese nicht immer eindeutig zu definieren und streng voneinander abzugrenzen. 

 

Die Zielgruppe des Druckerzeugnisses

Neben dem Inhalt spielt auch die Zielgruppe eine sehr wichtige Rolle bei der Gestaltung. Ein Druckerzeugnis, das sich vor allem an Jugendliche wendet, darf durchaus bunter und kreativer gestaltet sein, als eine wissenschaftliche Fachzeitschrift oder die Biographie eines namhaften Politikers.

Im Idealfall kann ein Druckerzeugnis zwar so gestaltet werden, dass es möglichst viele Ziel- und Interessengruppen anspricht, da dies aber schwer zu erreichen ist, konzentriert sich die Gestaltung üblicherweise in erster Linie auf die Kernzielgruppe. 

 

Die Absichten, die das Druckerzeugnis verfolgt

Beim Gestalten des Druckerzeugnisses geht es außerdem auch darum, welche Absichten das Druckerzeugnis verfolgt und welche Wirkung es haben soll. So spielt beispielsweise eine Rolle, ob das Druckerzeugnis eine Botschaft transportieren, informieren, wissenschaftlichen Ansprüchen genügen, einen echten Mehrwert bieten, provozieren, unterhalten oder werben soll.

 

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