Anleitung zu Fax2Mail und Mail2Fax

Infos und Anleitung zu Fax2Mail und Mail2Fax 

Trotz aller technischen Neuerungen ist das bewährte Fax nicht wegzudenken, auch wenn es heute in anderen Formen auftritt als in den Anfängen.

So ist der Faxversand nicht mehr nur auf den Versand zwischen zwei Faxgeräten beschränkt, sondern Faxe können auch zwischen Faxgerät und Computer verschickt werden. 

Diese Technologien werden, je nach Richtung, als Fax2Mail oder Mail2Fax bezeichnet und hier die wichtigsten Infos sowie die Anleitung dazu: 

 

Fax2Mail

Durch Fax2Mail wird es möglich, Faxe über eine virtuelle Faxnummer als E-Mail zu empfangen. Auf dem Zustellweg gelangt das Fax dabei zunächst an einen zwischengeschalteten Fax-Server, der den Inhalt der Nachricht als Grafikdatei an die E-Mail-Adresse des Empfängers weiterleitet. Bei einem Fax-Server handelt es sich sowohl um einen PC, der mithilfe einer entsprechenden Software Faxe empfangen und versenden kann, als auch um diese Software zum Faxen selbst.

Um beide Komponenten voneinander abgrenzen zu können, wird daher konkret von einem Fax-Server-PC und einer Fax-Server-Software gesprochen. In aller Regel muss ein Fax-Server mit dem Rechnernetz und mit der Telefonanlage verbunden sein. Letztere wird meist über ein Faxmodem oder eine aktive ISDN-Karte realisiert. Eingegangene Faxdokumente können als Bilddatei über den Fax-Server an andere Programme weitergegeben werden.

Der Versand von Faxen hingegen ist meist unmittelbar vom Arbeitsplatz des Anwenders aus möglich. Die einfachste Variante dabei ist die Einrichtung eines Art Druckertreibers, der den Faxversand von jeder beliebigen Anwendung aus ermöglicht. Wie leistungsfähig ein Fax-Server ist, ergibt sich daraus, wie viele Faxe gleichzeitig empfangen und verschickt werden können. Während ein ISDN-Primärmultiplexanschluss mit CAPI-basierter Lösung beispielsweise bis zu 30 Faxverbindungen gleichzeitig ermöglicht, ist bei einem analogem Telefonanschluss mit einem Modem nur eine Faxverbindung realisierbar. 

Die Bundesnetzagentur erlaubt die Nutzung von geografischen Festnetznummern für FAX2Mail nur noch dann, wenn sich der Wohn- oder der Firmensitz des Fax2Mail-Kunden in dem entsprechenden Ortsnetz befindet. Aus diesem Grund werden mittlerweile häufig die nichtgeografischen nationalen 032-Teilnehmerrufsnummern als virtuelle Faxnummern genutzt. Die Vorwahl 032 gilt in Deutschland für einen Rufnummernraum, der ortsunabhängig ist.

Dieser Rufnummernraum steht seit 2005 zur Verfügung und wurde notwendig, nachdem die Bundesnetzagentur das Verbot ausgesprochen hatte, geografische Rufnummern zu verwenden, wenn der Teilnehmer nicht in dem jeweiligen Ortsnetz wohnt. Dabei findet eine systemische Überwachung dieses Ortsnetzbezugs durch die Bundesagentur statt.

Mittlerweile gibt es eine Reihe von Anbietern für Fax2Mail. Einige Unified Messaging-Dienste stellen dabei Fax2Mail als Basisdienst kostenlos zur Verfügung. Zudem können moderne DSL-Router so konfiguriert werden, dass eingehende Faxe als E-Mail weitergeleitet werden. Die Faxnachrichten gelangen dann über eine Faxplattform unmittelbar in das E-Mail-Postfach, von wo aus sie archiviert, weitergeleitet oder ausgedruckt werden können.

Je nach Anbieter und gewählter Einstellung können die Faxe in unterschiedlichen Dateiformaten bereitgestellt werden, beispielsweise als PDF oder in den Formaten GIF oder TIF. Die Weiterleitung der Faxe erfolgt im Normalfall innerhalb von wenigen Sekunden, nur bei sehr großen Datenmengen kann sich die Übertragung auch über einige Minuten erstrecken.   

 

Mail2Fax

Der umgekehrte Weg, also der Versand von Faxen per E-Mail, wird als Mail2Fax bezeichnet. Dabei verschickt der Absender eine E-Mail, die das Fax als Anhang enthält, an ein Gateway. Von hier aus wird das Fax dann an die angegebene Faxnummer weitergeleitet.

Mail2Fax hat durch einige Faktoren sehr an Bedeutung gewonnen. Zu diesen Faktoren gehören die starke Verbreitung von Breitbandanschlüssen wie DSL, die drahtlosen Verbindungen zwischen diesen Anschlüssen und den Computern, die zunehmend genutzte, auf Datenanschlüssen basierende IP-Telefonie als Gegenstück zur klassischen Festnetztelefonie oder die zunehmend preiswerter gewordene Mobilfunknutzung. All diese Faktoren haben dazu geführt, dass in vielen Fällen keine Faxmodems oder ISDN-Karten, die meist auch für den Schmalband-Einwahl-Internetzugang genutzt wurden, mehr an das Festnetz angeschlossen oder teils gar nicht mehr vorhanden sind.

Hinzu kommt, dass viele Teilnehmer auf Faxgeräte als entsprechende Endgeräte verzichten, da sich durch Technologien wie eben Mail2Fax Faxe ebenso schnell und zuverlässig auch per Computer verschicken lassen.

   
Auch für Mail2Fax gibt es eine Reihe unterschiedlicher Anbieter, sowohl UMS-Dienste als auch Anbieter, die sich rein auf Mail2Fax spezialisiert haben. Die Preise für diese Dienste fallen je nach Anbieter unterschiedlich aus. In aller Regel wird der Faxversand entweder über die Anzahl der gefaxten Seiten oder in Form eines bestimmten Volumens im Sinne einer Flatrate abgerechnet.

Preisunterschiede ergeben sich zudem daraus, ob die Faxe in das deutsche, das europäische oder in Festnetze anderer Kontinente verschickt werden. Möglich ist daneben auch der Faxversand in Mobilfunknetze und zu Sonderrufnummern. Einige Sonderrufnummern sind dabei aufgrund ihrer freien Tarifierbarkeit allerdings vom Faxversand ausgeschlossen, hierzu gehören beispielsweise 0900- oder 0137-Nummern.

 

Weiterführende Anleitungen, Tipps und Vorlagen zum Faxen:

 

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