Büroarten Vorteile und Nachteile

Übersicht: die unterschiedlichen Büroarten sowie deren Vorteile und Nachteile  

Wenn es darum geht, ein Büro einzurichten, stehen mehrere unterschiedliche Konzepte zur Auswahl. Jede der Büroformen hat dabei ihre Stärken und Schwächen.

Ein wesentliches Kriterium bei der Auswahl einer möglichst optimalen Büroart ist der Zweck des Büros, denn je nach dem, wie das Büro genutzt und in welcher Form gearbeitet wird, ist die eine Bürovariante besser geeignet als eine andere.

Ebenfalls von Bedeutung ist der Raum, der für die Büros zur Verfügung steht, denn während einige Büroarten mit verhältnismäßig wenig Platz auskommen, ist der Platzbedarf bei anderen Bürokonzepten deutlich größer.

 

Hier nun also die unterschiedlichen Büroarten sowie deren Vor- und Nachteile in der Übersicht:    

 

1. Das Einzelbüro

Das Einzelbüro ist ein Büro, in dem eine einzelne Person ihren Arbeitsplatz hat. Zu den großen Vorteilen gehört, dass ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten möglich ist. Zudem kann sich der jeweilige Mitarbeiter seinen Arbeitsplatz nach seinen individuellen Bedürfnissen einrichten, also beispielsweise seine Unterlagen ausbreiten oder die Beleuchtung und die Temperatur regeln, ohne dabei auf andere Mitarbeiter Rücksicht nehmen zu müssen.

Ein weiterer Pluspunkt ist, dass in einem Einzelbüro auch vertrauliche Gespräche geführt werden können, denn unerwünschte Zuhörer gibt es nicht. Nachteilig ist aber, dass ein Einzelbüro mehr Aufwand erfordert, wenn es um die Kommunikation und die Zusammenarbeit mit anderen Kollegen geht. Für Projekte, die im Team erarbeitet werden, ist ein Einzelbüro somit nur bedingt geeignet.

Ein weiterer Minuspunkt kann sein, dass sich einige Personen in einem Einzelbüro zu isoliert und damit letztlich unwohl fühlen. Außerdem erfordern Einzelbüros recht viel Platz, selbst wenn die eigentlichen Büros klein sind.   

 

2. Das Mehrpersonenbüro

Von einem Mehrpersonenbüro wird gesprochen, wenn sich zwei bis vier Mitarbeiter ein Büro teilen. Ein Mehrpersonenbüro bietet sich vor allem dann an, wenn die Mitarbeiter einen ähnlichen Aufgabenbereich haben, denn so ist eine schnelle, einfache und effektive Kommunikation und Kooperation möglich.

Ein Minuspunkt ist aber, dass der Geräuschpegel in einem Mehrpersonenbüro etwas höher ist als in einem Einzelbüro, wodurch ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten nur schwerer realisierbar ist. Hinzu kommt, dass ein Mehrpersonenbüro ein gewisses Konfliktpotential bietet, denn die Mitarbeiter, die sich das Büro teilen, arbeiten auf recht engem Raum zusammen und müssen aufeinander Rücksicht nehmen.  

 

3. Das Kombibüro

Hinter dem Kombibüro steckt ein Bürokonzept, das Einzel- oder Mehrpersonenbüros mit gemeinschaftlich genutzten Zonen kombiniert. Die Büros sind dabei meist entlang der Außenseiten des Gebäudes untergebracht und mit beispielsweise transparenten Wänden von den offenen Zonen abgetrennt.

Dadurch ergibt sich der Vorteil, dass die Mitarbeiter an ihrem Arbeitsplatz konzentriert und ungestört arbeiten können, gleichzeitig aber jederzeit der Wechsel in die Gemeinschaftszone möglich ist, etwa um sich mit anderen Kollegen auszutauschen.

Trotz der geschlossenen Büros entsteht so kein Gefühl von Isolation und Teamarbeit sowie eine gezielte Kommunikation sind leicht umzusetzen. Nachteilig ist jedoch, dass Kombibüros durch die Einzelarbeitsplätze und die Besprechungs- oder Gemeinschaftszonen deutlich mehr Platz erfordern als andere Bürokonzepte. 

 

4. Das Gruppenbüro

Ein Gruppenbüro beherbergt zehn bis 20 Arbeitsplätze und eignet sich vor allem für größere Teams oder Abteilungen, bei denen die ständige Kommunikation und eine enge Zusammenarbeit sinnvoll oder erforderlich sind.

Um die einzelnen Arbeitsplätze voneinander abzutrennen, kommen meist Raumgliederungssysteme zum Einsatz, beispielsweise in Form von Raumteilern oder Schränken. Zu den großen Stärken von Gruppenbüros gehört, dass sich schnelle und einfache Kommunikationswege ergeben. Zudem kommen Gruppenbüros mit verhältnismäßig wenig Platz aus, denn die Räume können effizient genutzt und die Arbeitsplätze recht flexibel gestaltet werden.

Gleichzeitig ist es ohne großen Aufwand möglich, neue Mitarbeiter in das Bürokonzept einzubinden. Nachteilig ist jedoch, dass der verhältnismäßig hohe Geräuschpegel ein konzentriertes und störungsfreies Arbeiten erschwert, kaum Privatsphäre gegeben ist und immer ein gewisses Konfliktpotenzial besteht.    

 

5. Das Großraumbüro

Für das Großraumbüro gibt es keine verbindliche und allgemeingültige Definition, in aller Regel wird aber dann von einem Großraumbüro gesprochen, wenn in einem Raum mehr als zehn Arbeitsplätze untergebracht sind.

In den meisten Fällen sind die Arbeitsplätze dabei durch Raumteiler, flexible Zwischenwände oder Schränke voneinander abgetrennt. Die großen Pluspunkte liegen darin, dass ein Großraumbüro den vorhandenen Platz effektiv ausnutzt und mit recht wenig Aufwand weitere Arbeitsplätze in das Bürokonzept integriert werden können.

Zudem ergeben sich durch das Großraumbüro kurze Kommunikationswege, was vor allem bei Teamarbeiten zum Tragen kommt. Nachteilig sind jedoch die fehlende Privatsphäre und der recht hohe Geräuschpegel, der es schwer macht, konzentriert zu arbeiten. 

 

6. Das non-territoriale Büro

Beim non-territorialen Büro handelt es sich um eine Sonderform des Gruppen- oder Großraumbüros. Wie in einem Gruppen- oder Großraumbüro sind auch beim non-territorialen Büro mehrere Arbeitsplätze in einem Raum untergebracht.

Die Mitarbeiter haben allerdings keine festen Arbeitsplätze, sondern wechseln stattdessen. Dabei können die jeweiligen Arbeitsplätze entweder bestimmten Aufgabenbereichen zugeordnet sein oder die Mitarbeiter wählen ihren Schreibtisch spontan und nach Verfügbarkeit.

Solche Bürokonzepte sind häufig dort zu finden, wo in Schichten oder mit flexiblen Arbeitszeiten gearbeitet wird oder wo die Aufgabenbereiche flexible Organisationsstrukturen erfordern. 

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Thema: Übersicht – die unterschiedlichen Büroarten sowie deren Vorteile und Nachteile

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