Tipps zu kompatiblen Tintenpatronen und Tonern

Infos und Tipps zu kompatiblen Tintenpatronen und Tonern

 

Wird es Zeit für einen neuen Drucker, stellt sich zunächst einmal die Frage nach der Marke und dem Modell. Als nächstes lohnt sich dann aber auch ein Blick auf die Tintenpatronen oder Toner. Meist sind sie es nämlich, die die Folgekosten in die Höhe treiben. Ein kompletter Satz mit Tinte in Schwarz, Cyan, Magenta und Gelb kann sich gut und gerne in Preisbereichen um die 50 Euro bewegen.

Viel mehr als zwei-, dreihundert Seiten schaffen die meisten Patronen aber nicht. Werden am heimischen Gerät auch Fotos ausgedruckt, ist die Tinte noch einmal deutlich schneller aufgebraucht. Besonders ärgerlich ist es, wenn die komplette Patrone schon dann ausgetauscht werden muss, wenn nur eine Farbe ausgegangen ist.

Wer sich einmal die Mühe macht, den Literpreis für Druckertinte auszurechnen, wird feststellen, dass Druckertinte selbst den teuersten Champagner um Längen schlägt. Insofern ist es wenig verwunderlich, dass es einen riesigen Markt für kompatible Patronen und Nachfülltinten gibt. Aber können die Originalpatronen bedenkenlos durch kostengünstige Alternativen von Fremdherstellern ersetzt werden? Und worauf gilt es zu achten?

 

Hier einige Infos und Tipps zu kompatiblen Tintenpatronen und Tonern in der Übersicht:

 

Kompatible Patronen und Nachfülltinte als Alternativen

Kostengünstigen Ersatz für Original-Patronen und -Toner gibt es in zwei verschiedenen Varianten. Die erste Möglichkeit sind Sets mit Nachfülltinten. Hierbei wird die Tinte mit einer Spritze aufgezogen und die Patrone anschließend damit befüllt. Beim Toner funktioniert das Ganze ähnlich. Das Selbstbefüllen setzt jedoch ein wenig Geschick voraus, denn andernfalls können schnell auch die Hände, der Schreibtisch und der Fußboden mit Tinte oder Tonerstaub überzogen sein. Die zweite Möglichkeit sind kompatible Tintenpatronen und Toner.

Sie sind bereits befüllt und werden genauso verwendet wie Originalpatronen, werden also einfach in das Gerät eingesetzt. Kompatible Patronen können entweder Nachbauten sein oder es handelt sich um Originalpatronen, die gereinigt und neu befüllt wurden. Insgesamt sind kompatible Patronen und Toner oft die bessere Wahl. Preislich sind sie nicht wesentlich teuer als Nachfülltintensets und die Verwendung ist deutlich einfacher und bequemer, denn das teils umständliche Selbstbefüllen entfällt.

Kleine Schwierigkeiten können jedoch auftreten, wenn es sich um ein recht neues Druckermodell handelt und die Patronen mit einem Chip ausgestattet sind. Bis Nachbauten von diesen Patronen auf den Markt kommen, dauert es meist ein wenig. Häufig werden als Übergangslösung dann Patronen ohne Chip angeboten.

Um diese Patronen nutzen zu können, muss der Chip von der Originalpatrone abgenommen und auf dem Nachbau befestigt werden. Dies klappt allerdings nicht immer, denn der Chip könnte beschädigt oder falsch angeklebt werden. Außerdem lassen sich nicht alle Drucker austricksen. Zusätzlich dazu muss der Chip mit einem sogenannten Resetter auf Null zurückgesetzt werden. Andernfalls würde der Drucker die befüllte Patrone nämlich nicht erkennen, sondern nach wie vor eine leere Patrone anzeigen. Nach wenigen Monaten sind aber kompatible Patronen mit Chip erhältlich.  

 

Die Qualität der Tinte ist entscheidend

Die Auswahl an kompatiblen Patronen und Tonern ist riesig und es gibt unzählige Anbieter, die vollmundig versprechen, dass ihre deutlich kostengünstigere Tinte mindestens die gleiche oder gar eine bessere Qualität aufweist als die Originaltinte. Tatsächlich kosten kompatible Tintenpatronen und Toner mitunter nicht einmal die Hälfte. Entscheidend ist jedoch nicht der Preis, denn der alleine sagt noch nicht allzu viel aus. Maßgeblich ist vielmehr der Inhalt und hier ist besonders wichtig, dass sich die Tinte und der Druckkopf miteinander vertragen.

Eine Tinte minderer Qualität kann den empfindlichen Druckkopf beschädigen oder verstopfen. War der Drucker längere Zeit nicht im Einsatz, kann es passieren, dass der Drucker nur Streifen oder überhaupt nichts mehr ausdruckt. Selbst durch mehrere Intensivreinigungen lässt sich das Problem dann oft nicht mehr beheben. In der Folge wird das Gerät vielfach entsorgt, denn ein neuer Druckkopf kostet üblicherweise genauso viel wie ein neuer Drucker.

Dass die Tinte eintrocknet oder ausläuft, was bei qualitativ schlechten Patronen durchaus passieren kann, tritt bei kompatiblen Tonern nicht auf. Generell sind sie weniger problembelastet als Nachbaupatronen. Preislich gesehen bieten Nachbau-Toner ungefähr das gleiche Sparpotenzial wie kompatible Tintenpatronen. 

 

Wann sich kompatible Tintenpatronen und Toner lohnen

Experten raten, bei den Original-Patronen zu bleiben, wenn vergleichsweise wenig gedruckt wird. Bei einem größeren Druckaufkommen kann sich der Einsatz von kompatiblen Patronen und Tonern durchaus bezahlt machen. Tests zeigen immer wieder, dass es sehr gute und qualitativ hochwertige Nachbauten gibt, die den Originalen in nichts nachstehen.

Einem Laien fallen Unterschiede ohnehin nur dann auf, wenn die Farben deutlich voneinander abweichen, der Drucker also beispielsweise statt Schwarz nur noch in einem dunkleren Grau druckt. Wichtig ist aber, bei einer Patronensorte zu bleiben. Werden Patronen mit Tinten verschiedener Hersteller gleichzeitig verwendet, kann dies Schwierigkeiten mit sich bringen.

Ein anderer, nicht unwichtiger Punkt ist die Garantie. Hersteller von Druckern übernehmen meist keine Garantieleistungen, wenn der Drucker mit Fremdpatronen betrieben wurde und es dadurch zu einem Schaden kam.

Einige Anbieter von kompatiblen Tintenpatronen und Tonern wiederum versprechen, die Garantieansprüche zu übernehmen, wenn ihre Nachbauten den Drucker beschädigen. Andere Anbieter weisen ausdrücklich daraufhin, dass die Nutzung auf eigenes Risiko erfolgt.

 

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