Tipps zum umweltbewussten Drucken

Die effektivsten Tipps zum umweltbewussten Drucken (und zur Senkung der Druckkosten) 

Auch wenn immer mehr auf digitalem Wege erfolgt, Briefe beispielsweise vor allem im Privatbereich zunehmend von E-Mails abgelöst werden, so sind der gute alte Drucker und das Faxgerät noch immer unersetzlich.

Jeden Tag werden riesige Papierberge produziert, sowohl in Unternehmen als auch am heimischen Schreibtisch. Dass dies nicht nur den Geldbeutel, sondern auch die Umwelt belastet, liegt auf der Hand. Dabei ist es schon mit einfachen Mitteln möglich, die Druckkosten zu senken und gleichzeitig die Umwelt zu schonen. 

Große Unternehmen lassen sich in diesem Zusammenhang vielfach von Profis beraten, die im Bereich der Prozess- und Druckkostenoptimierung tätig sind. Potenzial gibt es genauso aber auch in kleineren Firmen und in Privathaushalten. Die meisten Tipps und Tricks sind dabei letztlich ganz banal und sehr einfach umzusetzen.

 

Hier die sieben effektivsten Tipps zum umweltbewussten Drucken, die gleichzeitig auch die Druckkosten senken, auf einen Blick:

 

1.       Erst überlegen, dann drucken.

Diese ganz einfache Regel hilft nicht nur dabei, unnötige Ausdrucke zu vermeiden, sondern senkt auch die Druckkosten. Wer sich bewusst überlegt, was wirklich ausgedruckt werden muss und sich darauf beschränkt, nur wichtige und tatsächlich benötigte Unterlagen und Dokumente auszudrucken, wird erstaunt sein, wie groß das Einsparpotenzial ist.

So muss beispielsweise nicht jede E-Mail ausgedruckt und auf Papier zum Kollegen gebracht, sondern kann genauso gut auch digital weitergeleitet werden. Und auch nicht jedes Foto muss unbedingt ausgedruckt werden, sondern kann genauso auch auf einer CD oder dem USB-Stick gespeichert werden. Sollen Fotos doch ausgedruckt werden, ist es meist sinnvoller, dies nicht selbst zu tun.

Professionelle Fotodienste liefern gute Ergebnisse und die Kosten sind deutlich geringer als beim Selbstdruck. 

 

2.       Duplex-Druck.

Duplex ist das Druckverfahren, bei dem das Papier auf beiden Seiten bedruckt wird. Dadurch reduziert sich der Papierverbrauch um 50 Prozent, denn anstelle von zwei Blättern wird nur noch ein Blatt benötigt. Die meisten Tintenstrahl- und Laserdrucker neuerer Generation beherrschen den doppelseitigen Druck.

Aber auch, wenn ein älteres Gerät vorhanden ist, kann der Duplex-Druck ganz einfach umgesetzt werden. Dazu wird im Druckermenü eingestellt, dass zunächst nur die ungeraden Seiten ausgedruckt werden. Diese Seiten werden dann erneut in den Drucker eingelegt und anschließend über die Funktion „gerade Seiten drucken“ auf der Rückseite bedruckt.

 

3.       Sparmodus aktivieren.

Jeder Drucker verfügt in den Einstellungen über die Option Sparmodus. In diesem Modus wird weniger Tinte oder Toner verbraucht, wobei dies nicht oder nur bei sehr genauem Hinsehen auffällt.

Die Druckkosten können dadurch aber um bis zu 15 Prozent gesenkt werden. Wird gelegentlich ein qualitativ sehr hochwertiger Ausdruck benötigt, kann die Option jederzeit deaktiviert werden.

 

4.       Keine Graustufen.

Teilweise wird versucht, Farbe zu sparen, indem der Ausdruck in Graustufen erfolgt. Dies ist aber genau der falsche Weg, denn der Drucker stellt die Graustufen her, indem er verschiedene Farben in unnötig großen Mengen miteinander mischt. Sinnvoller und letztlich auch kostengünstiger ist es daher, farbige Dokumente, Grafiken und Fotos auch tatsächlich in Farbe auszudrucken. 

 

5.       Kaufkriterien.

Soll ein neuer Drucker angeschafft werden, gibt es einige Kriterien, die bei der Kaufentscheidung eine Rolle spielen. Hierzu gehört zum einen der Stromverbrauch, wobei es hier nicht nur um die Verbrauchswerte im Betrieb geht.

Genauso wichtig ist, wie hoch der Stromverbrauch im Stand-By ausfällt und hier gilt ein Watt als Höchstgrenze. Zum anderen sind die Kosten, die pro Seite entstehen, eine entscheidende Größe. Je nach Modell können die Kosten, die für den Ausdruck von einer Seite entstehen, erhebliche Unterschiede aufweisen. Informationen hierzu halten die Hersteller bereit.

Allerdings ist es oft sinnvoll, nicht nur auf die Herstellerangaben zu vertrauen, sondern auch unabhängige Testergebnisse zu Rate zu ziehen.

 

6.       Laser- oder Tintenstrahldrucker.

Eine generelle Frage ist, welcher Druckertyp es überhaupt sein soll. Die Entscheidung hängt dabei in erster Linie vom Druckaufkommen ab. Wird viel gedruckt, ist ein Laserdrucker oft die bessere Wahl. Dieser ist zwar in der Anschaffung teurer und auch die Toner kosten mehr als Tintenpatronen. Allerdings hält ein Toner auch deutlich länger und insgesamt sind die Kosten pro Seite geringer.

Ist das Druckaufkommen gering bis mittel, reicht meist ein Tintenstrahldrucker völlig aus. Dieser ist in der Anschaffung deutlich günstiger. Damit sich die Folgekosten in Grenzen halten, sollte aber darauf geachtet werden, wie teuer Ersatzpatronen sind und ob auch Tinte anderer Hersteller verwendet werden kann.

Kompatible Patronen und Nachfüllsets zum Selberbefüllen der Patronen sind mittlerweile in guten Qualitäten erhältlich und können viel Geld einsparen.    

 

Umweltsiegel.

Wer viel Wert darauf legt, umweltfreundlich zu drucken, sollte beim Druckerkauf auf entsprechende Umweltsiegel achten. Ein Beispiel hierfür ist der sogenannte Blaue Engel, mit dem nur besonders umweltfreundliche Drucker ausgezeichnet werden.

 

Weiterführende Tipps, Vorlagen und Anleitungen: 

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(und zur Senkung der Druckkosten)

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