Faxübertragung per Funk

Infos zur Faxübertragung per Funk 

Von einem Fax wird dann gesprochen, wenn ein oder mehrere Dokumente als Bild, das sich aus Linien und Pixel zusammensetzt, gerastert und über das Telefonnetz übertragen werden. Daneben ist die Übertragung im Amateurfunk auch per Funkfax-Betrieb möglich. In den meisten Fällen verwenden sowohl der Sender als auch der Empfänger analoge Faxgeräte.

Allerdings ist der Versand und der Empfang von Faxen genauso auch von und zu einem Computer möglich, wobei dabei dann entweder ein Fax-Server und ein Modem, eine ISDN-Karte, eine ISDN-Telefonanlage oder Fax over IP zum Einsatz kommen.

Dient der Computer als Faxgerät, wird das Fax immer zu einer Bilddatei.   

Normen bei der Faxübertragung

Für die Übertragung von Faxen stehen die Normen G2 und G3 zur Verfügung, bei Faxen zwischen ISDN-Anschlüssen wird die Norm G4 verwendet. Mit der Norm G4 ist ein Standard für digitale Faxe gegeben, der sich durch eine deutlich höhere Übertragungsgeschwindigkeit auszeichnet als die Norm G3, die bei analogen Anschlüssen zum Einsatz kommt.

Während G4 mit einer Geschwindigkeit von 64 kbit pro Sekunde arbeitet, werden bei G3 Geschwindigkeiten von höchstens 14,4 kbit pro Sekunde und bei Super G3 von bis zu 33,6 kbit pro Sekunde erreicht.

In der Praxis wird G4 jedoch nur selten genutzt. Bei der Faxübertragung per Fax over IP kommen die ITU-T-Empfehlungen T.37 bei asynchronen und T.38 bei synchronen Übertragungen zur Anwendung. Abgeleitet von der Norm G3 sind außerdem der MIME-Typ image/g3fax sowie die Dateiendung .g3. 

 

Verarbeitung der übertragenen Daten

Bei Schwarz-Weiß-Faxen erfolgt die Komprimierung der Bildinformationen nach dem Einlesen durch eine Fotodiodenzeile mit den Algorithmen MH, MR oder MMR.

Insgesamt erfolgt die Komprimierung ohne Verluste, die Komprimierungsraten hängen jedoch von den Bilddaten ab.

Bei Farbfaxen erfolgt die Übertragung der Bildinformationen im Normalfall über eine JPEG-Kompression, wobei diese üblicherweise verlustbehaftet ist. Die Kodierung von Farbinformationen erfolgt dabei im Lab-Farbraum, bei Graustufenbildern ist nur die L-Komponente enthalten.   

 

Die Kennung und der Sendebericht

Da Faxe den Charakter von Dokumenten haben, durfte in Deutschland die Absendernummer in Faxgeräten bis Ende 1992 nur durch die Servicetechniker der Faxgerätehersteller eingestellt werden. Im Zuge des Eintrags in das Faxtelefonbuch wurde die richtige Einstellung dann kontrolliert.

Um zu verhindern, dass die Absendernummer manipuliert oder unerlaubterweise abgeändert wird, konnte die Einstellung außerdem nur in einem versteckten Servicemodus erfolgen. Derartige Regelungen gibt es heute nicht mehr, auch wenn das Fax nach wie vor als Dokument anerkannt wird.

Nach dem Faxversand ist es möglich, einen Sendebericht auszudrucken. Dabei kann in aller Regel festgelegt werden, ob der Sendebericht nach jedem Faxversand, nach einer bestimmten Anzahl an versendeten Faxen als Sammelbericht, nur im Fall einer fehlerhaften Übertragung oder nie ausgedruckt werden soll.

Außerdem gibt es den sogenannten qualifizierten Sendebericht, der neben den üblichen Informationen auch den Inhalt des Faxes in verkleinerter Form enthält und so die Beweiskraft steigern soll. Allerdings gilt auch der qualifizierte Sendebericht nicht als rechtssicherer Beweis, der eindeutig belegt, dass der Empfänger das Dokument tatsächlich erhalten hat.   

 

Das Fax-Protokoll

Grundlage für den Faxstandard G3 ist das T.30-Protokoll, das ermöglicht, dass Faxgeräte, Faxmodems, Faxkarten und Fax-Server miteinander kommunizieren. Dabei definiert das Protokoll den Aufbau der Verbindung, die Übertragung der Rufnummer, das Datum und die Uhrzeit sowie die Quittierung des Empfangs.

Die Übertragungsrate der Daten bewegt sich zwischen 2400 bit und 33.600 bit pro Sekunde. Im Zuge der Faxübertragung erfolgt eine Umwandlung der Daten in Töne und damit eine Kommunikation zwischen den Geräten möglich wird, entscheidet das Fax-Protokoll über die Reaktion von Sender und Empfänger aufeinander.    

 

Faxübertragung per Funk

Ebenfalls möglich ist eine Faxübertragung per Funk. So betreibt der Deutsche Wetterdienst beispielsweise Lang- und Kurzwellensender und sendet auf diese Weise Wettervorhersagen, die die Nord- und Ostsee, das Mittelmeer und den östlichen Teil des Atlantiks abdecken.

Daneben wird die Faxübertragung per Funk auch von Einsatzkräften wie beispielsweise den Feuerwehren genutzt. 

 

 

Faxübertragung mit Mail2Fax und Fax2Mail

Eine Mischlösung stellen das sogenannte Mail2Fax und das Fax2Mail dar. Beim Mail2Fax wird eine E-Mail an ein Gateway geschickt und von hier aus über das öffentliche Fernsprechnetz als Fax weitergeleitet.

Beim Fax2Mail wird ein eingehendes Fax in Dateien umgewandelt und als Anhang einer E-Mail an den Empfänger geschickt.

Dadurch benötigt der Empfänger kein Faxgerät mehr, sondern lediglich einen Computer oder ein anderes Endgerät, das den Empfang von E-Mails ermöglicht.Daneben gibt es mittlerweile Faxgeräte, die in andere Geräte integriert sind.

Ein typisches Beispiel hierfür sind die sogenannten Multifunktionsdrucker, die Drucker, Fotokopierer, Scanner und Faxgerät in einem sind. Solche Geräte gibt es als normale, kabelgebundene Geräte und auch als WLan-fähige Geräte. In letzterem Fall erfolgt die Verbindung mit dem Computer per Funk, so dass hier letztlich auch die Faxe per Funksignal übertragen und entsprechend weitergeleitet werden. 

Weiterführende Tipps, Ratgeber und Anleitungen:

 

Thema: Infos zur Faxübertragung per Funk 

Teilen:

Kommentar verfassen