„Mit freundlichen Grüßen“: Infos, Anwendungstipps & Alternativen

„Mit freundlichen Grüßen“: Infos, Anwendungstipps & Alternativen

Die Schlussformel „mit freundlichen Grüßen“ ist seit vielen Jahrzehnten der gängige Standard, um ein offizielles Schreiben und geschäftliche Korrespondenz zu beenden. Doch ist diese Floskel überhaupt noch zeitgemäß? Wann ist sie angemessen und wie könnte sie ersetzt werden? In diesem Beitrag haben wir Infos, Anwendungstipps und Alternativen rund um „mit freundlichen Grüßen“ zusammengestellt!

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Mit freundlichen Grüßen Infos, Anwendungstipps & Alternativen

Grundsätzliches zur Schlussformel „mit freundlichen Grüßen“

Geschäftliche Briefe oder E-Mails enden sehr, sehr oft mit der Schlussformel „mit freundlichen Grüßen“. Ähnlich wie die Anrede „sehr geehrte Damen und Herren“ gilt auch die Grußformel als höflich, sachlich und professionell.

Gerade bei Geschäftspartnern und Empfängern, die persönlich nicht näher bekannt sind, wahrt die Grußformel die notwendige Distanz, ohne dabei zu nüchtern zu klingen. Aus diesem Grund ist die Grußformel in geschäftlichen Situationen stetig in Gebrauch.

Es gibt zwar einige Alternativen, die moderner klingen und sich ebenso gut eignen. Vor der Auswahl einer Grußformel gilt aber immer der Zusammenhang zu bedenken. In welchem Kontext wird das Schreiben verfasst? Wer ist der Empfänger? Welches Verhältnis besteht zu ihm?

Gerade bei einem unbekannten Empfänger und bei den ersten Schreiben ist es im Zweifel besser, eine Spur zu höflich zu sein als zu locker.

Und die Grußformel „mit freundlichen Grüßen“ ist an dieser Stelle eine sichere Bank, die letztlich nie verkehrt ist.

Die korrekte Rechtschreibung und Zeichensetzung bei „mit freundlichen Grüßen“

Zur professionellen Höflichkeit gehört nicht nur der richtige Ton. Auch ein fehlerfreies Schreiben ist wichtig. Andernfalls kann der Eindruck entstehen, der Brief oder die E-Mail wäre auf die Schnelle verfasst worden, ohne sich die notwendige Mühe zu geben und Zeit zu nehmen. Das wiederum zeugt nicht gerade von Höflichkeit und Respekt.

Mit Blick auf die Grußformel gilt für die Zeichensetzung, dass am Ende kein Komma steht. Die Grußformel erhält zwar eine Zeile für sich alleine.

Aber sie ist von dem Namen, der darunter in gedruckter Form oder als handschriftliche Unterschrift folgt, nicht abgetrennt. Früher war es üblich, nach der Grußformel ein Komma zu setzen. Doch spätestens seit der Rechtschreibreform entfällt das Komma.

Die „Grüße“ wiederum werden mit einem „ß“ geschrieben. Gleiches gilt, wenn die Einzahl, also ein „Gruß“ verwendet wird. Die Wörter mit einem „ss“ zu schreiben, ist im Deutschen nach der aktuellen Rechtschreibung falsch.

Anwendungstipps und Alternativen für „mit freundlichen Grüßen“

Auch wenn „mit freundlichen Grüßen“ ein bewährter und seriöser Standard ist, empfinden einige Personen die Grußformel als veraltet und langweilig. Sie sind der Ansicht, dass die Formel zu unpersönlich und floskelhaft wirkt und deshalb durch eine modernere Variante ersetzt werden sollte.

Eine Alternative ist, das „mit“ wegzulassen und das Schreiben nur mit „freundliche Grüße“ zu beenden.

Diese Formulierung klingt zeitgemäßer, ohne an Höflichkeit oder Professionalität einzubüßen. Daneben ist möglich, das Adjektiv „freundlich“ gegen Begriffe wie „viele“, „schöne“ oder „beste“ auszutauschen.

Eine weitere Möglichkeit ist, die Grußformel durch eine Ortsangabe zu ergänzen. Ob der Absender dabei die Grüße von seinem Standort aus formuliert oder zum Ort des Empfängers schickt, bleibt seinem Geschmack überlassen. Alternativ ist möglich, die Grußformel passend zur Jahreszeit abzuwandeln und zum Beispiel „sonnige Grüße“ zu verschicken.

Außerdem kann der Absender seine Grüße mit einem Dank kombinieren. Tatsächlich gibt es aber keine Regel, die besagt, dass ein Schreiben überhaupt ausdrückliche Grüße beinhalten muss.

Deshalb kann der Absender dem Empfänger genauso gut etwas wünschen, zum Beispiel viel Erfolg bei der Umsetzung eines Auftrags oder ein schönes Wochenende. Oder er kann auf eine Rückmeldung oder ein Treffen hinweisen.

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Anstelle der altbewährten Formel „Mit freundlichen Grüßen“ kann der Absender also auch Formulierungen wie folgende einsetzen:

  • Mit freundlichem Gruß

  • Herzliche Grüße

  • Viele Grüße

  • Es grüßt Sie freundlich

  • Mit bestem Dank und schönen Grüßen

  • Sonnige Grüße aus (Stadt)

  • Freundliche Grüße aus dem verschneiten (Ort)

  • Beste Grüße nach (Stadt)

  • Mit den besten Wünschen für ein schönes Wochenende

  • Für das Projekt wünsche ich Ihnen gutes Gelingen

  • Ich freue mich auf Ihre Rückmeldung

Möchte der Absender keine Risiken eingehen, sollte er es aber insbesondere bei geschäftlicher Korrespondenz und in offiziellen Schreiben beim altbewährten „mit freundlichen Grüßen“ belassen.

Diese Grußformeln sind keine gute Idee

Die gängige Abkürzung für „mit freundlichen Grüßen“ lautet „MfG“. In förmlichen Schreiben sollte der Absender auf das Kürzel aber verzichten. Denn dadurch könnte der Eindruck entstehen, der Absender wollte den Brief oder die E-Mail so schnell wie möglich erledigt haben.

In der internen Kommunikation mit Kollegen geht die Abkürzung bei einer Notiz oder kurzen Nachricht in Ordnung. Ansonsten sollte der Absender die Grußformel auf jeden Fall ausschreiben.

Ebenfalls verzichten, sollte der Absender auf Grußformeln wie:

  • Hochachtungsvoll

  • Mit freundlichen Grüßen verbleibe ich

  • Wir empfehlen uns

Solche Formulierungen sind tatsächlich verstaubt, zu steif und nicht mehr zeitgemäß.

„Mit freundlichen Grüßen“ in anderen Sprachen

Auch in anderen Sprachen gibt es übliche Standards, um geschäftliche und offizielle Schreiben zu beenden.

Die Grußformeln in den gängigsten Fremdsprachen lauten:

  • Englisch: Yours Sincerely, Kind Regards, With best regards; im britischen Englisch steht nach der Grußformel ein Komma, wenn auch nach der Anrede ein Komma folgte, im amerikanischen Englisch folgt auf die Grußformel immer ein Komma.

  • Französisch: Bien cordialement, Sincères salutations

  • Italienisch: Cordialmente, Distinti saluti

  • Spanisch: Afectuosamente, Con saludos cordiales

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Fred Naue, - Inhaber eines Druck- & Copyshops, Mike Sasse, - Drucktechniker, Sami Orkac, - Rechtsberater, Tina Kaminski, - Geschäftsführerin Bereich Schreibwaren, sowie Ferya & Christian Gülcan, Unternehmer/in & Gründer/in diverser Firmen und Erfahren in Büroorganisation, B2B, B2C, Planung & Kommunikation, Redakteure und Betreiber dieser Seite, geben und schreiben hier Wissenswertes zu Bürotechnik, Fax, Kommunikation, Schreibwaren, Internet, Verbraucher und mehr. Die Inhalte z.B. Vorlagen des Informationsangebots stellen keine Rechtsberatung dar, somit ersetzen die Inhalte auch keine rechtliche Beratung.

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