4 Tipps für einen aufgeräumten Schreibtisch

4 Tipps für einen aufgeräumten Schreibtisch 

Leider ist es ein Mythos, dass Chaos auf dem Schreibtisch die Kreativität fördert. Vielmehr ist es so, dass das ständige Suchen nach Unterlagen und Arbeitsmaterialien unnötig viel Zeit raubt. Zudem ist die Ablenkung groß, wenn der Blick über den Schreibtisch schweift und einem ständig etwas anderes ins Auge fällt.

Und unbequem ist das Arbeiten bei akutem Platzmangel obendrein. Für effektives und produktives Arbeiten muss also ein aufgeräumter Schreibtisch her. 

Natürlich wäre es super, wenn nachts die Heinzelmännchen kämen und alle Papierstapel wegsortieren, die unzähligen Notizzettelchen entsorgen, die ganzen Frühstückskrümel beseitigen und die sonstigen Büromaterialien ordentlich verräumen würden. Aber dieser Wunsch wird wohl nicht in Erfüllung gehen.

Wer einen aufgeräumten Schreibtisch möchte, muss selber ran. Schließlich ist das Chaos auch selbst verursacht, weil wochenlang Dinge angesammelt wurden, statt sie gleich zu verarbeiten und danach abzuheften oder zu entsorgen. Statt zu jammern, weil auf dem Schreibtisch kaum noch Platz zum Arbeiten bleibt, das Chaos die Konzentration stört und ständig etwas verschollen zu sein scheint, ist es also besser, das Projekt “ordentlicher Schreibtisch” in Angriff zu nehmen. Nur wie?

Hier sind vier einfache, aber effektive Tipps
für einen aufgeräumten Schreibtisch!:

 

Tipp Nr. 1: Richtig ausmisten.

Der erste Schritt auf dem Weg zu einem ordentlichen Schreibtisch besteht darin, richtig aufzuräumen und auszumisten. Dafür wird der Schreibtisch komplett abgeräumt. Dann werden die ganzen Utensilien durchgeschaut und gleichzeitig wird entschieden, was auf den Schreibtisch zurückkehrt und was nicht. Allerdings ist das mitunter leichter gesagt, als getan. Deshalb ist es ratsam, mit System aufzuräumen. Und in diesem Zusammenhang gibt es zwei Methoden, die sich besonders bewährt haben:

 

Die Drei-Kartons-Methode

Bei diesem System wird mit drei großen Kartons gearbeitet. In den ersten Karton wandern alle Dinge, die weggeschmissen werden. Hierzu gehören beispielsweise alte Unterlagen, Kataloge und Zeitschriften, kaputte Schreibgeräte, leere Patronen und Kartuschen und eben alles andere, was in den Müll gehört.

In den zweiten Karton werden die Dinge einsortiert, die zwar nicht auf den Schreibtisch gehören, aber auch nicht weggeworfen werden sollen. Das können Büromaterialien sein, die in mehrfacher Ausführung vorhanden sind, oder auch ausgeliehene Gegenstände. Im dritten Karton schließlich werden die Dinge gesammelt, die wirklich noch benötigt werden und zurück auf den Schreibtisch sollen.

Ist alles durchsortiert, kann der dritte Karton ausgeräumt werden. Dass die Gegenstände erst in einen Karton wandern und nicht direkt wieder auf den Schreibtisch gestellt werden, hat übrigens einen guten Grund. Denn dadurch, dass die Dinge zweimal in die Hand genommen werden, wird auch zweimal überlegt, ob sie tatsächlich auf den Schreibtisch gehören oder nicht doch weg können.

 

Die Abstand-Methode

Bei diesem System wird nur ein großer Karton verwendet. In diesen Karton wird alles gelegt, was bisher auf dem Schreibtisch war. Der Karton wird dann mit etwas Abstand zum Schreibtisch irgendwo im Büro aufgestellt. Im Verlauf des Arbeitstages wird sich zeigen, dass bestimmte Dinge aus dem Karton benötigt werden. Diese Dinge wandern mit der Nutzung aus dem Karton zurück auf den Schreibtisch.

Die anderen Dinge, die nicht gebraucht wurden, bleiben erst einmal im Karton. Werden sie auch in den nächsten Tagen nicht benötigt, werden sie durchsortiert und entweder abgeheftet und verräumt oder entsorgt.

Auf dem Schreibtisch werden die Dinge, die ihren Weg zurückgefunden haben, wie folgt angeordnet: Die Dinge, die sehr oft benutzt werden, bleiben in direkter Reichweite. Dinge, die seltener zum Einsatz kommen, werden weiter weg abgelegt. Und die Dinge, die nur für eine bestimmte Aufgabe notwendig waren und danach nicht mehr benötigt werden, werden weggeräumt oder weggeschmissen.

 

Tipp Nr. 2: Den Schreibtisch hübsch machen.

Wenn der Schreibtisch schön aussieht und liebevoll eingerichtet ist, wird der Arbeitsplatz mehr geschätzt. Gleichzeitig sinkt die Versuchung, den Schreibtisch ständig zuzumüllen und dadurch die ansprechende Optik zu ruinieren. Aus diesem Grund sollten alle Gegenstände, die kaputt sind oder unschön aussehen, gegen Objekte ausgetauscht werden, die hübsch sind und dem eigenen Geschmack entsprechen.

Das kann die Schreibtischlampe genauso betreffen wie den Stiftehalter, das Mousepad oder den Bilderrahmen, in dem das Foto der Familie steckt. Auch die kümmerliche Grünpflanze, die ihre besten Tage längst hinter sich hat, sollte durch ein gesundes Exemplar in einem chicen Übertopf ersetzt werden. Eine Alternative ist, sich regelmäßig einen frischen Blumenstrauß zu gönnen. Auch er sorgt für gute Laune.

 

Tipp Nr. 3: Sich Ordnung angewöhnen.

Damit der Schreibtisch aufgeräumt bleibt, sollten alle Dinge ihren festen Platz bekommen. Und an diesen Platz werden sie spätestens am Abend auch wieder zurückgelegt. Wenn das Aufräumen zur täglichen Routine wird, geht das mit drei großen Pluspunkten einher. Der erste Pluspunkt ist, dass der Arbeitstag mit gutem Gewissen beendet werden kann, weil alles geschafft wurde, was auf dem Plan stand.

Der zweite Pluspunkt ist, dass der nächste Arbeitstag mit leerem Schreibtisch und freiem Kopf beginnen kann. Schließlich liegen keine Überbleibsel von den vorherigen Arbeitstagen mehr herum. Und der dritte Vorteil ist, dass das Aufräumen mit wenigen Handgriffen erledigt ist. Denn es müssen immer nur die Dinge verräumt werden, die an diesem einen Tag im Einsatz waren.

 

Tipp Nr. 4: Den inneren Schweinehund austricksen.

Auch wenn die Vorsätze noch so gut sind und der feste Wille besteht, den Schreibtisch ordentlich zu halten, meldet sich immer wieder der innere Schweinehund. Er verleitet einen dazu, doch wieder irgendetwas auf dem Schreibtisch abzulegen, das dort dann meist auch liegenbleibt.

Damit das nicht passiert, sollten alle Dinge, auf denen etwas abgelegt oder in denen etwas verstaut werden kann, vom Schreibtisch verbannt werden. Das gilt für Ablagefächer, Kartons, Boxen, Schachteln, Rollcontainer, Stehordner und ähnliche Dinge gleichermaßen. Wenn nichts da ist, auf dem Stapel gebildet oder in das auf die Schnelle etwas hineingeworfen werden kann, ist auch die Versuchung, genau das zu tun, gebannt.

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