Was zeichnet den Thermodruck aus? Teil 1
Beim Thermodruck handelt es sich um eine spezielle Drucktechnik, die anstelle von Tinte oder Toner mit Hitze arbeitet. Dadurch sind Thermodrucker sehr wartungsarm und eignen sich optimal, um zum Beispiel Kassenzettel, Versandetiketten oder Armbänder in Krankenhäusern zu bedrucken. Hattest du schon einmal einen Kassenbon, der nach einer gewissen Zeit deutlich verblasst war, während ein Barcode auf einer alten Verpackung auch Jahre später noch aussah wie frisch gedruckt?

Das liegt daran, dass es beim Thermodruck zwei unterschiedliche Druckverfahren gibt. In einem zweiteiligen Beitrag stellen wir den Thermodruck vor, beleuchten seine Vorteile und sagen dir, was du dafür brauchst:
Was zeichnet den Thermodruck aus?
Der Thermodruck verwendet weder Tinte noch Toner. Stattdessen aktiviert Hitze eine spezielle Beschichtung auf dem Druckmedium und erzeugt auf diese Weise Texte oder Bilder. Durch dieses Verfahren ist der Thermodruck sehr schnell und effizient.
Dabei werden beim Thermodruck zwei Hauptarten voneinander unterschieden. Die eine Technik ist der Thermodirektdruck, bei dem das Druckbild unmittelbar auf ein spezielles, wärmeempfindliches Papier aufgebracht wird.
Kassenbons und Parkscheine sind typische Anwendungsbereiche dieser Drucktechnik. Die andere Technik ist der Thermotransferdruck. Hier wird zunächst eine Farbfolie erhitzt, die die Farbe anschließend auf das Papier überträgt. Im Ergebnis entstehen Ausdrucke, die haltbar und langlebig sind.
Ein weiteres Merkmal des Thermodrucks ist die einfache Handhabung. Weil du keine Tinte und keinen Toner brauchst, musst du auch keine Patronen oder Kartuschen austauschen. Das senkt den Wartungsaufwand und spart Kosten.
Thermodrucker punkten durch ihre kompakte Bauart und den fast geräuschlosen Druck. Aus diesem Grund werden sie gerne dort eingesetzt, wo Zuverlässigkeit und Geschwindigkeit gefragt sind, so zum Beispiel im Einzelhandel, in der Logistik und im Gesundheitswesen.
Inhalt
Was unterscheidet den Thermodirektdruck vom Thermotransferdruck?
Die beiden wesentlichen Druckverfahren beim Thermodruck sind der Thermodirekt- und der Thermotransferdruck. Beide Techniken nutzen zwar Wärme, unterscheiden sich aber in der Funktionsweise. Weil dadurch auch das Druckergebnis verschieden ist, werden sie jeweils in bestimmten Bereichen eingesetzt.
Der Thermodirektdruck
Der Thermodirektdruck ist eine einfache und effiziente Drucktechnik. Das verwendete Papier ist mit einer speziellen, hitzeempfindlichen Beschichtung überzogen, die durch den Druckkopf erhitzt wird.
Daraufhin verfärbt sich das Papier an den erhitzten Stellen und das Druckbild wird sichtbar.
Der Druck geht sehr schnell und ist nahezu geräuschlos. Allerdings neigen die Drucke dazu, mit der Zeit zu verblassen. Angewendet wird der Thermodirektdruck vor allem für Kassenzettel, Fahrkarten, Parkscheine und Versandetiketten.
Der Thermotransferdruck
Beim Thermotransferdruck schmilzt die Hitze eine Farbfolie auf, die die Farbe auf das Druckmedium überträgt und so das Druckbild erzeugt. Die Ausdrucke weisen eine hohe Qualität auf und sind wischfest, haltbar und beständig gegenüber Abrieb, Wärme und UV-Strahlung.
Außerdem kann das Druckverfahren auf verschiedenen Materialien angewendet werden. So können neben Papier zum Beispiel auch Textilien oder Kunststoffe bedruckt werden.
Allerdings sind die Betriebskosten höher als beim Thermodirektdruck, weil die Farbfolien regelmäßig erneuert werden müssen. Eingesetzt wird das Druckverfahren unter anderem bei Produktetiketten und Kennzeichnungen auf Verpackungen.

Wo sind Thermodrucker im Einsatz?
Thermodrucker leisten in vielen verschiedenen Bereichen wertvolle Dienste. Denn sie ermöglichen, Belege, Etiketten und Kennzeichnungen verschiedenster Art schnell und kostengünstig zu erstellen. Ihre Zuverlässigkeit, die einfache Handhabung und der geringe Wartungsbedarf machen sie zu soliden Helfern.
Zu den typischen Einsatzbereichen gehören:
- Einzelhandel und Gastronomie: In Supermärkten und anderen Geschäften, an Tankstellen oder in Restaurants und Cafés erstellen Thermodrucker Kassenzettel und Quittungen. Weil die Ausdrucke keine lange Haltbarkeit erfordern, kann der schnelle und kostengünstige Thermodirektdruck seine Stärken ausspielen.
- Logistik und Versand: Post- und Paketdienstleister, Onlinehändler oder Spediteure arbeiten mit dem Thermodruck, um gut lesbare Etiketten zu drucken. Vor allem der Thermotransferdruck stellt abriebfeste, langlebige und wetterbeständige Kennzeichnungen sicher.
- Gesundheitswesen: In Krankenhäusern, Arztpraxen und Apotheken werden mittels Thermodrucker Patientenarmbänder, Kennzeichnungen für Laborproben und Etiketten für Medikamente angefertigt. Die robusten Ausdrucke sorgen dafür, dass eine klare Identifikation möglich ist.
- Industrie und Produktion: Der Thermotransferdruck wird oft für Produktetiketten, Barcodes und Sicherheitskennzeichnungen eingesetzt. Dabei kommt es hier vor allem auf die Haltbarkeit der Drucke an, die weder verwischen noch ausbleichen dürfen.
- Zutrittskontrollen: Mittels Thermodruck können schnell direkt nutzbare Unterlagen wie Flugtickets, Fahrkarten, Parkscheine oder Eintrittskarten erzeugt werden. Die kompakte Bauweise trägt dazu bei, dass auch ein mobiler Einsatz, zum Beispiel auf Messen oder bei Veranstaltungen, möglich ist.
Welches Verfahren zum Einsatz kommt, richtet sich im Wesentlichen danach, was zu welchem Zweck gedruckt wird.
Bei Ausdrucken, die nur für einen begrenzten Zeitraum benötigt werden, ist der Thermodirektdruck ideal, während der Thermotransferdruck bei Kennzeichnungen punktet, die robust und langlebig sein müssen.
Was brauche ich für den Thermodruck?
Zunächst einmal brauchst du natürlich einen Thermodrucker. Diesen gibt es in verschiedenen Ausführungen. Ein Unterschied ergibt sich daraus, welches Druckverfahren der Drucker verwendet.
Daneben unterscheiden sich die Drucker in ihrem Funktionsumfang. So gibt es einfache Modelle, die auf ein bestimmtes Format festgelegt sind, zum Beispiel Kassenzettel oder Etiketten in einer Größe.
Andere Modelle können verschiedene Medien verarbeiten. Außerdem gibt es stationäre Thermodrucker, die an eine Steckdose angeschlossen werden müssen, und mobil einsetzbare Thermodrucker mit Akku.
Zum Drucker kommt dann noch das Verbrauchsmaterial dazu. Für den Thermodirektdruck brauchst du Thermopapier. Dabei handelt es sich um ein hitzeempfindliches Papier, das mit einer chemischen Schicht überzogen ist, die sich durch die Einwirkung von Wärme verfärbt.
Mit dem Thermotransferdruck kannst du Papier, Kunststoffe und Textilien bedrucken. Dafür brauchst du eine Farbfolie. Diese gibt es in mehreren Varianten. Eine Wachsfolie ist kostengünstig und eignet sich gut, wenn du Papieretiketten bedruckst.
Teurer, aber widerstandsfähiger und die richtige Wahl für langlebige Kunststoffetiketten ist eine Harzfolie. Ein guter Kompromiss zwischen Preis und Haltbarkeit wiederum ist eine Wachs-Harz-Mischfolie.
In Teil 2 geht es mit der Wartung eines Thermodruckers, den Vorteilen des Thermodrucks und den Zukunftsaussichten für das Druckverfahren weiter.
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