Infos und Kauftipps rund um den Scanner

Infos und Kauftipps rund um den Scanner

Dokumente, Unterlagen, Fotos und andere Informationen werden heutzutage nicht mehr nur mithilfe des Computers erstellt, sondern in vielen Fällen auch in elektrischer Form gespeichert. Ein Hilfsmittel, das bei der Digitalisierung von Schriftstücken und Medien wertvolle Dienste leistet, ist der Scanner.

Doch wie arbeitet ein Scanner eigentlich? Welche Typen gibt es? Welcher Scannertyp ist wofür am besten geeignet? Und worauf gilt es bei der Auswahl zu achten?

Hier ein Ratgeber mit Infos und Kauftipps rund um den Scanner:

Die Funktionsweise eines Scanners

Ein Scanner nutzt Sensoren und einen optisch- oder magentisch-elektronischen Wandler, um das Bild einer analogen Vorlage zu erfassen und in eine digitale Form umzuwandeln. Ein Computer kann dieses Bild dann analysieren, verarbeiten und in verschiedenen Dateiformaten anzeigen.

Sowohl in Unternehmen als auch in heimischen Arbeitszimmern haben die sogenannten Multifunktionsgeräte einen festen Platz gefunden. Multifunktionsgeräte sind zunächst einmal Drucker. Im Unterschied zu einem normalen, einfachen Drucker, der nur drucken kann, bringen Multifunktionsgeräte aber eine Scaneinheit mit.

Dadurch sind sie Drucker und Scanner in einem. Durch die Scaneinheit können die Geräte außerdem auch als Kopierer und teilweise als Faxgerät verwendet werden. Eine wirkliche Konkurrenz für Stand-Alone-Geräte sind die Multifunktionsgeräte aber nur bedingt. Stand-Alone-Geräte sind Geräte, die auf eine Funktion spezialisiert sind. Im Fall von Scannern sind es also Geräte, die ausschließlich scannen können.

Der Grund hierfür ist, dass die in Multifunktionsgeräte integrierten Scanner in Sachen Auflösung, Farbgenauigkeit und Verarbeitung auf grundlegende Anforderungen ausgerichtet sind. Sind die Ansprüche an die Qualität, die Genauigkeit, die Geschwindigkeit und die mitgelieferte Software höher, führt meist kein Weg an einem echten Scanner vorbei.

Der Flachbettscanner

Der am weitesten verbreitete Scannertyp ist der sogenannte Flachbettscanner. Ein Flachbettscanner kennzeichnet sich durch seine große Glasfläche. Auf diese Fläche wird die Vorlage mit der Seite, die gescannt werden soll, nach unten aufgelegt. Beim Scannvorgang fährt die Scaneinheit langsam unter der Glasfläche durch, tastet die Vorlage ab und wandelt sie in ein Dokumenten- oder Bildformat um.

Moderne Flachbettscanner kommen mit einer USB-2.0-Verbindung aus. Über diesen Anschluss erfolgen der Datentransfer und auch die Versorgung mit Strom.

Durch die Bauart eignen sich Flachbettscanner hauptsächlich zum Scannen von Unterlagen, Fotos und anderen flachen Schriftstücken. Dickere Vorlagen wie Zeitschriften oder Bücher können zwar ebenfalls gescannt werden. Da der Deckel dann aber oft nicht mehr ganz schließt, fällt Licht auf die Glasfläche. Dadurch kann die Qualität leiden.

Die beiden wichtigsten Kriterien, die die Qualität eines Flachbettscanners bestimmen, sind die Farbtiefe und die Auflösung. Je höher diese Werte sind, desto farbechter, genauer und detaillierter wird die Vorlage abgetastet. Beim Kauf eines Scanners ist es ratsam, auf ein Modell zurückzugreifen, bei dem die optische Auflösung mit mindestens 4.800 x 4.800 dpi und die Farbtiefe mit 48 Bit angegeben sind.

Außerdem sollte der Scanner in der Lage sein, mehrere kleine Vorlagen gleichzeitig zu scannen und in eigenen Dateien abzulegen. Daneben ist es gut, wenn der Deckel ausgezogen werden kann, damit auch dickere Medien zuverlässig abgedeckt und ohne Qualitätsverluste gescannt werden können.

Der Fotoscanner

Ein Fotoscanner sieht nicht nur aus wie ein Flachbettscanner, sondern ist meistens auch einer. Erst die sogenannte Durchlichteinheit verwandelt den Scanner in einen Fotoscanner. Im Unterschied zu herkömmlichen Fotos, die das Licht zurück nach unten reflektieren, lassen Fotonegative und Dias das Licht nach oben durchscheinen. Aus diesem Grund müssen sie mithilfe einer opto-elektronischen Umwandlung im Scannerdeckel digitalisiert werden.

Hierfür wiederum braucht ein Fotoscanner eine Kabelverbindung zwischen dem Deckel und dem Scannerkorpus, über die der Datenaustausch erfolgt. Zum Lieferumfang gehören außerdem Klemmschablonen in unterschiedlichen Größen. In diesen Schablonen werden die Vorlagen fixiert, um so eine genaue Platzierung sicherzustellen.

Eine Alternative zu Flachbettscannern mit Durchlichteinheit sind spezielle Diascanner. Sie können ganze Magazine voller Dias aufnehmen. Allerdings sind solche Scanner recht teuer und deshalb nur bei einer großen Diasammlung interessant.

Auf welches Modell die Wahl fällt, hängt davon ab, wie viele Vorlagen welcher Art digitalisiert werden sollen und wie hoch die Ansprüche an die Qualität sind. Grundsätzlich gilt, dass ein Fotoscanner eine hohe optische Auflösung haben sollte, weniger als 9.600 dpi sollten es nicht sein. Außerdem sollte der Fotoscanner eine gute Software mitbringen, damit die gescannten Fotos ordentlich nachbearbeitet werden können.

Spezielle Scanner für Sonderaufgaben

Neben den klassischen Flachbettscannern und den Fotoscannern gibt es eine ganze Reihe an Scannern, die für besondere Aufgaben gedacht sind oder spezielle Funktionen aufweisen. So gibt es beispielsweise Scanner, die mit integrierten Festplatten oder Wechselspeichern wie Speicherkarten oder USB-Sticks daherkommen. Diese Geräte arbeiten unabhängig und eigenständig, müssen also an keinen Computer angeschlossen sein. Gleichzeitig können die digitalisierten Vorlagen auf jedem Rechner ausgelesen werden. Daneben sind Scanner erhältlich, die in einem Durchgang ganze Papierstapel digitalisieren können.

Die sogenannten Duplexscanner wiederum können die Vorder- und die Rückseite einer Vorlage in einem Scanvorgang erfassen.

Eine weitere Variante sind mobile Scanner. Sie sind für den Einsatz unterwegs konzipiert. Dabei lassen sich die mobilen Scanner in zwei große Gruppen einteilen, nämlich zum einen in Durchzugsgeräte und zum anderen in Abtastgeräte. Bei den Durchzugsgeräten wird die Vorlage auf einer Seite eingezogen und auf der anderen Seite wieder ausgeworfen. Dabei wird die Vorlage von der Scaneinheit abgetastet und im digitalisierten Format auf einem Speicherchip abgelegt.

Die Inhalte können anschließend vom Speicherchip auf den Computer übertragen werden. Abtastgeräte bestehen aus einer Scanleiste, einem Stift oder einer Art Computermaus. Zum Scannen wird mit dem Gerät über die Vorlage gefahren. Der integrierte Prozessor setzt die einzelnen Informationen zu einem Gesamtbild zusammen und legt sie auf dem internen Speicher ab, damit die digitalisierten Abbilder später am Computer ausgelesen werden können.

Außerdem gibt es noch die sogenannten Dokumentenscanner. Sie sind darauf ausgelegt, Akten, Rechnungen, Lieferscheine und ähnliche Dokumente zu archivieren. Dabei bringen Dokumentenscanner mit dem automatischen Dokumenteneinzug, der auch ADF genannt wird, einen Einzug mit, der größere Dokumentenstapel gleichzeitig erfassen kann.

Der Scanvorgang geht sehr schnell, 50 Blatt Papier pro Minute sind nicht ungewöhnlich. Die digitalisierten Dokumente werden in vordefinierten Ordner oder direkt auf einem Server abgelegt. Leistungsstarke Dokumentenscanner sind allerdings recht teuer und deshalb vor allem für Unternehmen und den professionellen Einsatz geeignet. Im Privatbereich reicht ein herkömmlicher Flachbrettscanner, eventuell mit zusätzlicher Durchlichteinheit, im Normalfall völlig aus.

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