Büroarbeitsplatz planen: Schreibtisch, Bildschirm und Fenster richtig anordnen
Ein gut eingerichteter Büroarbeitsplatz kann den Arbeitsalltag spürbar angenehmer machen. Schon kleine Veränderungen bei Schreibtisch, Bildschirm, Licht und Bewegungsfläche können dabei helfen, entspannter zu sitzen, konzentrierter zu arbeiten und typische Belastungen zu vermeiden.

Mit dem Büroarbeitsplatz-Planer kannst du verschiedene Anordnungen direkt ausprobieren und auf einen Blick erkennen, wo noch Verbesserungspotenzial besteht.
Interaktiver Büroplaner mit zwei Ansichten
Büroarbeitsplatz-Planer mit Ergonomie-Check
Plane die Position von Schreibtisch, Bürostuhl, Bildschirm, Fenster, Lampe, Drucker und Aktenschrank. Der Ergonomie-Check bewertet unter anderem Bildschirmabstand, Blickrichtung, Greifräume, Licht, Bewegungsfläche und Laufwege.
Die grafische Planung zeigt den Arbeitsplatz sowohl als Grundriss von oben als auch in einer Seitenansicht. So lassen sich räumliche Anordnung und Sitzposition getrennt prüfen.
- Arbeitsplatz als beschriftete SVG-Grafik planen
- Ein oder zwei Bildschirme berücksichtigen
- Blendungsrisiken durch Fenster und Leuchten erkennen
- Häufig und gelegentlich genutzte Greifbereiche vergleichen
- Bildschirmhöhe, Blicklinie und Sehabstand einschätzen
- Alternative Anordnungen speichern und miteinander vergleichen
So funktioniert der Büroarbeitsplatz-Planer
- Grunddaten auswählen: Gib Körpergröße, Arbeitsschwerpunkt, Raumform, Fensterposition und Schreibtischgröße an.
- Arbeitsplatz anordnen: Wähle in der Grafik ein Möbel oder Arbeitsmittel aus und verschiebe oder drehe es.
- Hilfsebenen einblenden: Prüfe Greifzonen, Lichteinfall, Sichtachse, Bewegungsfläche und Laufwege.
- Ergebnis vergleichen: Lass die Anordnung bewerten und speichere bei Bedarf eine Variante zum Vergleich.
Ergonomische Orientierungswerte verständlich erklärt
Bildschirm nicht zu hoch aufstellen
Die oberste Bildschirmzeile sollte nicht über der horizontalen Sehachse liegen. Eine leicht abgesenkte Blickrichtung kann eine entspannte Kopfhaltung unterstützen.
Ausreichenden Sehabstand einhalten
Als allgemeiner Ausgangswert werden mindestens etwa 50 Zentimeter verwendet. Bei großen Bildschirmen, mehreren Monitoren oder sehr großen Darstellungen kann ein Abstand bis ungefähr 80 Zentimeter geeigneter sein.
Fenster seitlich zum Bildschirm
Ein Bildschirm direkt vor einem hellen Fenster kann starke Helligkeitsunterschiede verursachen. Ein Fenster im Rücken kann sich im Bildschirm spiegeln. Häufig ist eine seitliche Fensterposition günstiger.
Arbeitsmittel nach Nutzungshäufigkeit anordnen
Tastatur, Maus, Telefon oder häufig benötigte Unterlagen sollten ohne weites Vorbeugen erreichbar sein. Nur gelegentlich benötigte Geräte können weiter entfernt stehen.
Bewegungsfläche nicht als Ablage nutzen
Papierkartons, Taschen, Kabel und Bürocontainer können Bewegungen behindern oder Stolperstellen verursachen. Dies betrifft den Bereich unter dem Tisch ebenso wie den Platz hinter dem Stuhl.
Haltungswechsel ermöglichen
Eine gute Anordnung soll nicht zu einer einzigen starren Haltung zwingen. Verstellbare Möbel, wechselnde Sitzpositionen sowie regelmäßiges Aufstehen können mehr Bewegung im Arbeitsalltag unterstützen.
Datenschutz und lokale Verarbeitung
Die Angaben und Positionsänderungen dieses Planers werden ausschließlich lokal im Browser verarbeitet. Das Tool benötigt keine Registrierung, keine Dateiübertragung und keine externe Programmbibliothek.
Der Hinweis bezieht sich auf die Funktionsweise des Arbeitsplatz-Planers. Allgemeine Dienste der Website, beispielsweise technisch notwendige Funktionen oder eine separat eingesetzte Reichweitenmessung, richten sich nach der Datenschutzerklärung der Website.
Häufige Fragen zum Büroarbeitsplatz-Planer
Ist die errechnete Arbeitsplatzbewertung rechtlich verbindlich?
Nein. Die Punktzahl ist eine nachvollziehbare Orientierungshilfe. Sie ersetzt weder eine gesetzlich erforderliche Gefährdungsbeurteilung noch eine Prüfung durch eine Fachkraft für Arbeitssicherheit, Betriebsärztin, Betriebsarzt oder Ergonomieberatung.
Warum ist die Position des Fensters für den Bildschirm wichtig?
Helle Fensterflächen können direkt blenden oder sich im Bildschirm spiegeln. Deshalb ist eine Blickrichtung parallel zur Hauptfensterfront häufig günstiger als ein Bildschirm direkt vor dem Fenster oder ein Fenster unmittelbar hinter der sitzenden Person.
Welcher Abstand zum Bildschirm ist richtig?
Der geeignete Abstand hängt von Bildschirmgröße, Auflösung, Zeichengröße, Sehvermögen und Arbeitsaufgabe ab. Der Planer verwendet mindestens etwa 50 Zentimeter als Ausgangswert und berücksichtigt bei großen oder mehreren Bildschirmen größere Abstände.
Wie werden zwei Bildschirme sinnvoll angeordnet?
Werden beide Bildschirme ähnlich häufig genutzt, können sie möglichst symmetrisch vor der Person stehen. Wird ein Bildschirm überwiegend verwendet, sollte dieser zentraler ausgerichtet sein und der zweite Bildschirm seitlich anschließen.
Kann der Planer auch für das Homeoffice verwendet werden?
Ja. Raum, Tischgröße, Fensterposition und Ausstattung lassen sich auch für einen häuslichen Arbeitsplatz erfassen. Für längere Bildschirmarbeit sollte ein Notebook nach Möglichkeit durch einen größeren Bildschirm sowie externe Eingabegeräte ergänzt werden.
Warum reicht die Körpergröße nicht für exakte Möbelhöhen?
Zwei gleich große Personen können unterschiedliche Arm-, Bein- und Oberkörperlängen haben. Die Körpergröße ermöglicht daher nur eine grobe Voreinstellung. Entscheidend sind die tatsächliche Sitzhaltung und die individuelle Anpassung von Stuhl, Tisch und Bildschirm.
Funktioniert der Inhalt auch ohne JavaScript?
Die Beispielgrafiken, Anleitungen, Prüfkriterien, Orientierungswerte und häufigen Fragen bleiben ohne JavaScript vollständig lesbar. Das Verschieben der Möbel und die persönliche Berechnung benötigen JavaScript.
Fachliche Grundlagen und weiterführende Informationen
Die Prüflogik orientiert sich unter anderem an veröffentlichten Informationen der Deutschen Gesetzlichen Unfallversicherung und der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin. Die Quellen können aktualisiert werden; deshalb sollte vor einer betrieblichen Entscheidung immer der aktuelle Stand der jeweiligen Veröffentlichung geprüft werden.
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