Büro-Beleuchtungsrechner: Lux & Lichtplanung
Gute Beleuchtung macht im Büro einen spürbaren Unterschied: Sie kann die Arbeit angenehmer machen, die Konzentration unterstützen und dafür sorgen, dass der Arbeitsplatz insgesamt freundlicher wirkt. Doch wie viele Leuchten braucht ein Raum eigentlich und reicht die vorhandene Beleuchtung für die gewünschte Helligkeit aus?

Mit unserem Büro-Beleuchtungsrechner können Sie Raumgröße, Leuchten und Zielwert schnell miteinander vergleichen und erhalten zusätzlich eine visuelle Darstellung der möglichen Lichtverteilung. So bekommen Sie schon vor einer genaueren Lichtplanung ein verständliches Gefühl dafür, wie gut Ihr Büro ausgeleuchtet sein könnte:
Visueller Rechner für Bürobeleuchtung
Beleuchtungsstärke berechnen und Leuchten im Büro planen
Wie viele Leuchten braucht ein Büro und wie lassen sie sich sinnvoll im Raum verteilen? Dieser Büro-Beleuchtungsrechner verbindet eine vereinfachte Lux-Berechnung mit einem visuellen Raumplan. Sie können Raumgröße, Lichtstrom, Anzahl der Leuchten, Arbeitsplätze und gewünschten Lux-Wert anpassen.
Zusätzlich zur rechnerischen Einschätzung zeigt der Lichtplaner ein Leuchtenraster, Arbeitsplätze und eine schematische Lichtverteilung. So lässt sich nicht nur erkennen, ob der gewünschte Beleuchtungswert rechnerisch erreicht wird, sondern auch, wie sich die gewählte Anzahl von Leuchten im Raum verteilen lässt.
So funktioniert der Büro-Lichtplaner
- Raum festlegen Geben Sie Länge, Breite und Höhe des Büroraums sowie die Anzahl der Arbeitsplätze an.
- Beleuchtung eintragen Tragen Sie den Lichtstrom einer Leuchte, die vorhandene oder geplante Leuchtenzahl und die gewünschte Beleuchtungsstärke ein.
- Raumplan und Ergebnis vergleichen Der Rechner ermittelt die überschlägige mittlere Beleuchtungsstärke, schlägt bei Bedarf eine Leuchtenzahl vor und stellt das Leuchtenraster sowie die Lichtverteilung visuell dar.
Angaben zum Büro
Visueller Raum- und Lichtplan
Die Draufsicht zeigt beispielhaft die Position von Arbeitsplätzen, Leuchten und deren vereinfachten Lichtbereichen.
Auswertung der Bürobeleuchtung
Die folgenden Beispielwerte passen zu den vorausgefüllten Angaben: 6 × 4 Meter Raumfläche, sechs Leuchten mit jeweils 3.600 Lumen, Nutzungsfaktor 0,60 und Wartungsfaktor 0,80.
Der Zielwert von 500 Lux wird im Beispiel rechnerisch noch nicht erreicht.
Berechnet aus Raumlänge und Raumbreite.
Vereinfachter Mittelwert über die angesetzte Raumfläche.
Der Wert kann an die konkrete Tätigkeit angepasst werden.
Auf ganze Leuchten aufgerundete überschlägige Empfehlung.
Mit sieben Leuchten zu jeweils 3.600 Lumen ergibt die vereinfachte Berechnung bei den gewählten Faktoren rund 504 Lux. Damit würde der eingestellte Zielwert rechnerisch knapp erreicht.
Schematische Lichtverteilung im Raum
Die Heatmap macht sichtbar, dass ein rechnerischer Mittelwert allein noch nichts darüber aussagt, ob jede Stelle eines Raumes gleichmäßig beleuchtet ist.
Die dargestellte Heatmap ist eine geometrische Orientierung und keine photometrische Simulation. Für eine exakte lokale Lux-Verteilung wären unter anderem die Lichtstärkeverteilungskurven der konkreten Leuchten erforderlich.
Wie wird die Beleuchtungsstärke berechnet?
Lux beschreibt die Beleuchtungsstärke auf einer Fläche. Vereinfacht entspricht ein Lux einem Lumen pro Quadratmeter. Bei der Planung eines realen Büroraums erreicht jedoch nicht der gesamte Lichtstrom der Leuchten die relevante Arbeitsfläche.
Der Rechner verwendet deshalb ein vereinfachtes Lichtstromverfahren:
Für das voreingestellte Beispiel mit 24 m² Raumfläche, sechs Leuchten mit jeweils 3.600 Lumen, einem Nutzungsfaktor von 0,60 und einem Wartungsfaktor von 0,80 ergibt sich daraus eine überschlägige mittlere Beleuchtungsstärke von 432 Lux.
500 Lux im Büro: Was bedeutet der Wert?
Für typische Büro-Sehaufgaben wie Lesen und Schreiben wird häufig ein Wartungswert von 500 Lux auf der relevanten Arbeitsfläche angesetzt. Der benötigte Wert hängt jedoch von der tatsächlichen Tätigkeit und den Bedingungen am Arbeitsplatz ab.
Ein ausreichender rechnerischer Durchschnittswert bedeutet außerdem nicht automatisch, dass die Beleuchtung an jedem Arbeitsplatz optimal ist. Bei der realen Lichtplanung spielen insbesondere Gleichmäßigkeit, Blendungsbegrenzung, Kontraste, Farbwiedergabe, Reflexionen, Tageslicht und die Position der Arbeitsplätze eine Rolle.
Was der Rechner berücksichtigt – und was nicht
Der Rechner berücksichtigt
- Raumgröße Länge, Breite und daraus berechnete Grundfläche.
- Lichtstrom Lumen je Leuchte und Anzahl der Leuchten.
- Gewünschten Lux-Wert Vergleich zwischen rechnerischem Ergebnis und Zielwert.
- Verlustfaktoren Vereinfachter Nutzungs- und Wartungsfaktor.
- Visuelles Raster Schematische Verteilung von Leuchten und Arbeitsplätzen.
Eine professionelle Lichtplanung berücksichtigt zusätzlich
- Lichtstärkeverteilung Die tatsächliche Abstrahlcharakteristik der eingesetzten Leuchten.
- Blendung Beispielsweise die Blendungsbegrenzung an Bildschirmarbeitsplätzen.
- Reflexionen Eigenschaften von Decke, Wänden, Boden und Möbeloberflächen.
- Tageslicht Fenster, Orientierung, Verschattung und wechselnde Tageslichtanteile.
- Messwerte am Arbeitsplatz Die tatsächlich vorhandene Beleuchtungsstärke vor Ort.
Beispiel: Beleuchtung für ein 24-m²-Büro
Ein Büroraum ist 6 Meter lang und 4 Meter breit. Sechs Deckenleuchten liefern jeweils 3.600 Lumen. Bei einem Nutzungsfaktor von 0,60 und einem Wartungsfaktor von 0,80 ergibt die vereinfachte Berechnung rund 432 Lux.
Wird für die Tätigkeit ein Zielwert von 500 Lux angesetzt, reichen die sechs Leuchten rechnerisch noch nicht aus. Bei ansonsten gleichen Werten wären mindestens sieben Leuchten erforderlich. Mit sieben Leuchten ergibt die überschlägige Rechnung rund 504 Lux.
Die visuelle Darstellung hilft anschließend bei der Frage, wie diese Leuchten grundsätzlich als Raster im Raum angeordnet werden könnten. Ob die gewählte Anordnung in der Praxis eine ausreichend gleichmäßige und blendfreie Beleuchtung erzeugt, lässt sich aus dieser überschlägigen Berechnung allein jedoch nicht ableiten.
Häufige Fragen zur Bürobeleuchtung
Wie viel Lux sollte ein Büroarbeitsplatz haben?
Für typische Tätigkeiten wie Lesen und Schreiben an Büroarbeitsplätzen werden häufig 500 Lux auf der relevanten Arbeitsfläche angesetzt. Abhängig von Sehaufgabe und Arbeitsplatz können andere Anforderungen gelten.
Was ist der Unterschied zwischen Lumen und Lux?
Lumen beschreibt den Lichtstrom einer Lichtquelle. Lux beschreibt dagegen, wie viel Licht auf einer bestimmten Fläche ankommt. Ein Lux entspricht einem Lumen pro Quadratmeter.
Wie berechne ich die Anzahl benötigter Leuchten?
Für eine überschlägige Berechnung werden Raumfläche, gewünschte Beleuchtungsstärke, Lichtstrom je Leuchte sowie Nutzungs- und Wartungsfaktor miteinander verrechnet. Da nur ganze Leuchten installiert werden können, wird die errechnete notwendige Leuchtenzahl aufgerundet.
Warum reicht Lumen geteilt durch Quadratmeter nicht immer aus?
Bei einer realen Beleuchtungsanlage erreicht nicht der gesamte Lichtstrom gleichmäßig die Arbeitsfläche. Raumgeometrie, Leuchtenposition, Lichtverteilung, Reflexionen, Verschmutzung und Alterung beeinflussen das tatsächliche Ergebnis. Deshalb verwendet der Rechner zusätzliche vereinfachte Korrekturfaktoren.
Ist die angezeigte Heatmap eine echte Lichtsimulation?
Nein. Die Heatmap dient der visuellen Orientierung. Eine photometrisch belastbare Simulation benötigt technische Lichtdaten der konkreten Leuchten und weitere Angaben zum Raum. Das Tool stellt deshalb keine gemessenen oder professionell simulierten lokalen Lux-Werte dar.
Kann ich mit dem Rechner eine professionelle Lichtplanung ersetzen?
Nein. Das Tool eignet sich für eine erste Einschätzung und zum Vergleich unterschiedlicher Raum-, Leuchten- und Lux-Werte. Für eine verbindliche Arbeitsplatz- oder Beleuchtungsplanung müssen weitere technische, ergonomische und gegebenenfalls rechtliche Anforderungen berücksichtigt werden.
Weiterführende Informationen zur Bürobeleuchtung
Für die Beurteilung von Beleuchtung an Arbeitsstätten sind unter anderem die Technischen Regeln für Arbeitsstätten sowie die Anforderungen an die konkrete Sehaufgabe relevant. Die folgenden Quellen bieten weiterführende Informationen:
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